Das Prachtboot

Wie Deutsche die Kunstschätze der Südsee raubten

Götz Aly

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Beschreibung zu „Das Prachtboot“

Neben Denkmälern und Straßennamen zeugen zauberhafte Museumsobjekte von den einstigen Kolonien – doch wie sind sie zu uns gekommen und woher stammen sie? Götz Aly deckt auf, dass es sich in den allermeisten Fällen um koloniale Raubkunst handelt, und erzählt, wie brutal deutsche Händler, Abenteurer und Ethnologen in der Südsee auf Raubzug gingen. So auch auf der Insel Luf: Dort zerstörten sie Hütten und Boote und rotteten die Bewohner fast vollständig aus. 1902 rissen Hamburger Kaufleute das letzte, von den Überlebenden kunstvoll geschaffene, hochseetüchtige Auslegerboot an sich. Heute ist das weltweit einmalige Prachtstück für das Entree des Berliner Humboldt Forums vorgesehen.
Götz Aly dokumentiert die Gewalt, Zerstörungswut und Gier, mit der deutsche »Strafexpeditionen« über die kulturellen Schätze herfielen. Das Publikum sollte und soll sie bestaunen – aber bis heute möglichst wenig vom Leid der ausgeraubten Völker erfahren. Ein wichtiger Beitrag zur Debatte über Raubkunst, Kolonialismus und Rassismus und zugleich ein erschütterndes Stück deutscher Geschichte.
»Was für ein Buch! Was für Erkenntnisse!«
Bénédicte Savoy

Verlag:

FISCHER E-Books

Veröffentlicht:

2021

Druckseiten:

ca. 139

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook


1 Kommentar zu „Das Prachtboot“

Egon Olsen – 28.08.2021
Ich schätze den Autor sehr, aber hier ist er über das Ziel hinausgeschossen. Die These vom Raub des Bootes ist von Historikern widerlegt worden, siehe Artikel in der FAZ und ZEIT. Trotzdem eine wichtige Diskussion.

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