Dr. Tod

Die lange Jagd nach dem meistgesuchten NS-Verbrecher

Nicholas Kulish Souad Mekhennet

Neuzeit

21 Bewertungen
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Buchbeschreibung zu „Dr. Tod“

Man nannte ihn „Doktor Tod“ und „Schlächter von Mauthausen“. Der SS-Arzt Dr. Aribert Heim war über Jahrzehnte der meistgesuchte NS-Verbrecher. 2009 gelang es den Journalisten Nicholas Kulish und Souad Mekhennet, seine Hinterlassenschaft in Kairo aufzuspüren. In ihrem spannend geschriebenen Buch verweben sie die Geschichte von Leben und Flucht Heims mit dem Bericht über die lange, fieberhafte Jagd nach ihm zu einem zeithistorischen Krimi. Aribert Heim war nur wenige Monate in einem Konzentrationslager stationiert, aber in dieser Zeit wurde er für seine unvorstellbar grausamen „Behandlungen“ von Gefangenen berüchtigt. Nach dem Krieg führte er – trotz Fahndung – zunächst ein bürgerliches Leben als Gynäkologe und Familienvater. Kurz vor seiner Verhaftung tauchte er 1962 in Kairo unter, baute sich unter arabischem Namen, als Muslim und geliebter „Onkel“ einer Kairoer Familie, eine neue Existenz auf und verstarb dort 1992. Unterdessen lief die weltweite Suche nach der Nummer eins auf der Liste des Simon-Wiesenthal-Centers auf Hochtouren. Die Entdeckung Heims in Kairo und die Rekonstruktion seines Lebens und seiner Flucht sind ein detektivisches und journalistisches Meisterstück, das über den Einzelfall hinaus erhellt, wie die Fluchtwege der NS-Verbrecher funktionierten und warum die intensive Fahndung so spät in Gang kam.


Verlag:

C.H.Beck

Veröffentlicht:

2015

Druckseiten:

ca. 255


2 Kommentare zu „Dr. Tod“

Einhorn – 13.06.2016

Sauber recherchiert, voller nachvollziehbarer Quellen ist dieser erschuetternde Bericht ueber die erfolglose Jagd nach einem der abscheulichen NS-Moerder. Vor allem fuer die im Krieg oder danach geborene Generation zeichnet die Suche nach dem Taeter, die Schwierigkeiten vor allem in der "vor Bauer-Zeit", ein sehr informatives Bild westdeutscher Geschichte.

teddy231010 – 24.02.2016

Die differenzierte Darstellung ist eine seltene Ausnahme unter den vielen Publikationen zum Thema NS-Verbrechen und dem Umgang damit in Deutschland. Dieses Buch wie auch die anderen Arbeiten der Autoren sind ein Beweis dafür, dass engagierter und seriöser Jornalismus gerade in den Zeiten der vermeintlichen Dominanz der neuen Medien unbedingt gebraucht wird.

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