Autoren von Krimis und Filmregisseure befeuern ihre Werke bekanntlich mit lebhafter Fantasie. Doch diese Begebenheiten rund um eine Millionenerbschaft sind viel zu absurd, als dass sie sich hÀtte jema
Autoren von Krimis und Filmregisseure befeuern ihre Werke bekanntlich mit lebhafter Fantasie. Doch diese Begebenheiten rund um eine Millionenerbschaft sind viel zu absurd, als dass sie sich hĂ€tte jemand ausdenken können. Dennoch: fĂŒgt man die Fakten aneinander, ergibt sich in der Gesamtschau das Puzzle einer niedertrĂ€chtigen Rufmord-Kampagne, strategisch geplant und Zug fĂŒr Zug abgewickelt wie in einer Computersimulation. Im Mittelpunkt der Groteske: Eine altersdemente 90 jĂ€hrige Erblasserin und ein pensionierter Beamter, vorgesehen als Erbe, weil er sich lange Jahre intensiv um die Verstorbene, deren Ehemann und beider nachbarliches Anwesen gekĂŒmmert hatte. Doch das Testament der alten Dame weckt Begehrlichkeiten bei einer anderen Nachbarin, welche nun die Erblasserin bearbeitet. Dabei greift sie zu Intrigen und falschen EinflĂŒsterungen bis hin zu tĂ€glicher GehirnwĂ€sche. Irgendwann ist der langjĂ€hrige Freund und Helfer der Familie durch die Hinterlist der Nachbarin zum bösen Buben mutiert, ohne jemals eine Gelegenheit zur Gegenrede bekommen zu haben.EndgĂŒltig einen Drive ins Dunkle bekommt das Erbschaftsgerangel, als eine entfernte Bekannte der Erblasserin auftaucht und sich einmischt. Durch die gebĂŒndelte Habgier des Damen Duos, das nun die 90 jĂ€hrige regelrecht in die Zange nimmt, eskaliert der schrĂ€ge Tanz ums Testament zum radikalen Nachbarschaftskrieg.