Hans Georg Günzel
Hans-Georg Günzel
Hans-Georg Günzel, am 3. November 1931 in Chemnitz geboren, erlebte als Kind den zweiten Weltkrieg und den schweren Bombenangriff im Frühjahr 1945 auf Chemnitz. In der Nachkriegszeit half er durch Hamsterfahrten bis in die Westzone seiner Familie zu Überleben.
Am 3. Dezember 1947 wurde er als 16-Jähriger von der sowjetischen Geheimpolizei verhaftet und wegen angeblicher antisowjetischer Propaganda zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Bis zu seiner Entlassung 1954 war er im Lager Bautzen eingesperrt.
Nach seiner Haft entschied er sich gegen eine mögliche Umsiedlung nach Westdeutschland. Er setzte seinen in der Haft gereiften Wunsch um, Pfarrer zu werden. Er wollte diesen Dienst dort ausführen, wo er glaubte, gebraucht zu werden. Das war in der DDR. So wurde er nach seinem Theologiestudium als Pfarrer nach Schellerau im Ost-Erzgebirge entsandt, wo er 36 Jahre blieb.
Hier baute er eine lebendige Gemeinde auf und setzte - wie er es bezeichnete - mit politischer Seelsorge, einen erstaunlichen Kontrapunkt gegen das herrschende DDR-Regime. Ihm gelang es, durch seine engagierte Gemeindearbeit, insbesondere bei den Jugendlichen trotz aller Widrigkeiten, die er durch staatliche Stellen und durch die Stasi erleben musste, vielen Menschen eine christliche Heimat in der Gemeinde zu geben. Durch zahlreiche Lichtbildvorträge (bis zu 200 im Jahr) konnte er auch viele Gäste des Urlaubsortes Schellerau an die Kirche heranführen.
Das ihn ein Abteilungsleiter des Inneren des DDR-Regime mal als den Pfarrer bezeichnete, mit dem man den meisten Ärger im Kreisgebiet habe, nahm er als Kompliment auf.
Auch nach der Wende blieb Hans-Georg Günzel ein beliebter Pfarrer, der weit über seine Gemeinde hinaus wegen seiner eindrucksvollen Predigten sehr beliebt war und als Trauungspfarrer weiterhin sehr gefragt war.
Nach seiner Pensionierung zog er mit seiner Frau Christel, die ihn in all den Jahren wunderbar unterstützt hatte, nach Dresden. Nach der Jahrtausendwende entschloss er sich, sein Leben für seine Enkel niederzuschreiben.
Am 11.11.2000 wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz vom Bundespräsidenten verliehen.
Hans-Georg Günzel verstarb im Mai 2015.
Hans-Georg Günzel, am 3. November 1931 in Chemnitz geboren, erlebte als Kind den zweiten Weltkrieg und den schweren Bombenangriff im Frühjahr 1945 auf Chemnitz. In der Nachkriegszeit half er durch Hamsterfahrten bis in die Westzone seiner Familie zu Überleben.
Am 3. Dezember 1947 wurde er als 16-Jähriger von der sowjetischen Geheimpolizei verhaftet und wegen angeblicher antisowjetischer Propaganda zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Bis zu seiner Entlassung 1954 war er im Lager Bautzen eingesperrt.
Nach seiner Haft entschied er sich gegen eine mögliche Umsiedlung nach Westdeutschland. Er setzte seinen in der Haft gereiften Wunsch um, Pfarrer zu werden. Er wollte diesen Dienst dort ausführen, wo er glaubte, gebraucht zu werden. Das war in der DDR. So wurde er nach seinem Theologiestudium als Pfarrer nach Schellerau im Ost-Erzgebirge entsandt, wo er 36 Jahre blieb.
Hier baute er eine lebendige Gemeinde auf und setzte - wie er es bezeichnete - mit politischer Seelsorge, einen erstaunlichen Kontrapunkt gegen das herrschende DDR-Regime. Ihm gelang es, durch seine engagierte Gemeindearbeit, insbesondere bei den Jugendlichen trotz aller Widrigkeiten, die er durch staatliche Stellen und durch die Stasi erleben musste, vielen Menschen eine christliche Heimat in der Gemeinde zu geben. Durch zahlreiche Lichtbildvorträge (bis zu 200 im Jahr) konnte er auch viele Gäste des Urlaubsortes Schellerau an die Kirche heranführen.
Das ihn ein Abteilungsleiter des Inneren des DDR-Regime mal als den Pfarrer bezeichnete, mit dem man den meisten Ärger im Kreisgebiet habe, nahm er als Kompliment auf.
Auch nach der Wende blieb Hans-Georg Günzel ein beliebter Pfarrer, der weit über seine Gemeinde hinaus wegen seiner eindrucksvollen Predigten sehr beliebt war und als Trauungspfarrer weiterhin sehr gefragt war.
Nach seiner Pensionierung zog er mit seiner Frau Christel, die ihn in all den Jahren wunderbar unterstützt hatte, nach Dresden. Nach der Jahrtausendwende entschloss er sich, sein Leben für seine Enkel niederzuschreiben.
Am 11.11.2000 wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz vom Bundespräsidenten verliehen.
Hans-Georg Günzel verstarb im Mai 2015.
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