Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg
Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Auf sie kann er sich immer verlassen, wenn es darum geht zu helfen.Patricia Vandenberg ist die Begründerin von "Dr. Norden", der erfolgreichsten Arztromanserie deutscher Sprache, von "Dr. Laurin", "Sophienlust" und "Im Sonnenwinkel". Ohne ihre Pionierarbeit wäre der Roman nicht das geworden, was er heute ist.»Das geht ja schon fix.« Zufrieden blickte Dr. Norden hinab auf das kleine Mädchen, das sich, kaum hatten Hände und Knie den Boden berührt, krabbelnd auf den Weg machte, um die fremde Umgebung zu inspizieren. »Daheim ist nichts vor ihr sicher«, seufzte Leonie Baumeister und beobachtete ihre Tochter Jana mit Argusaugen. »Keine Schublade und kein Regal ist vor ihr sicher. Ich hätte nie gedacht, dass kleine Kinder derart anstrengend sein können.« Sie schenkte Daniel Norden einen zweifelnden Blick. »Ist das denn normal?« Der Allgemeinmediziner, selbst Vater von fünf Kindern und dementsprechend sturmerprobt, lachte gut gelaunt und sprang auf, um Jana daran zu hindern, sich an einem Glasregal hochzuziehen, das in einer Ecke des Sprechzimmers stand. »Keine Sorge, das ist alles völlig normal«, beruhigte er die sichtlich erschöpfte junge Mutter. »Für die gesunde Entwicklung kleiner Kinder ist es unerlässlich, die Umgebung zu erkunden und Erfahrungen zu sammeln.« Leonie schenkte ihrer unwillig protestierenden Tochter einen zärtlichen Blick, der von ihrer Liebe zu dem temperamentvollen Kind sprach. »Dann bin ich ja beruhigt«, seufzte sie und beobachtete, wie Daniel sich das Kind auf den Schoß setzte und es nach einem Stückchen Keks greifen ließ, um zu prüfen, ob Jana den Pinzettengriff schon beherrschte. Es war eine leichte Übung für das aufgeweckte Kind. »Wenigstens sind die Nächte ein bisschen ruhiger geworden. Ich muss nur noch ein, zwei Mal aufstehen und sie beruhigen«, fuhr sie fort.