In Morgental beginnt alles ganz harmlos: Ein uralter Bücherwagen mit staubigen Spenden rollt ins Klassenzimmer. Mira, Lea und Jan helfen beim Tragen – und spüren sofort: Diese Bücher sind nicht nur al
In Morgental beginnt alles ganz harmlos: Ein uralter Bücherwagen mit staubigen Spenden rollt ins Klassenzimmer. Mira, Lea und Jan helfen beim Tragen – und spüren sofort: Diese Bücher sind nicht nur alt. Sie wirken… wach. Zwischen den Bänden liegt ein namenloses Buch ohne Titel. Als Mira es später öffnet, antwortet es ihr mit Worten. Es kennt ihren Namen. Es will ihre Geschichte erzählen. Und als Mira „Nein“ flüstert, schreibt das Buch nur: „Zu spät.“ Von da an ist klar: Hier liest nicht nur jemand – hier wird auch jemand gelesen.Kurz darauf verschwindet ein Junge aus der Schule. Nicht laut, sondern unheimlich leise: Er wird nach und nach vergessen, als würden Erinnerungen ausradiert. Grossmutter Elvira führt die drei zu einem Ort, den es eigentlich nicht geben dürfte: einer Schattenbibliothek unter der Bibliothek, mit Regalen wie ein Labyrinth und einem Register der Verschwundenen. Doch dort lauert auch der Seitenfresser – ein Wesen, das Geschichten frisst und Lücken hinterlässt, an die man sich kaum noch erinnern kann. „Die unheimliche Bibliothek“ ist besonders, weil es Grusel und Abenteuer mit einer starken Idee verbindet: Geschichten haben Macht. Für Kinder ab 8 ist es spannend, schaurig und trotzdem warmherzig – mit viel Freundschaft, Humor und dem Kick, dass man mit Mut und klugen Worten selbst im Dunkeln einen Ausweg finden kann.