Manche Geschichten werden nicht erzählt. Sie werden verdrängt. Vergraben. Eingeschlossen – hinter Mauern, die niemand zu durchbrechen wagt. Benjamin Foster weiß, wie es ist, vor sich selbst zu fliehen
Manche Geschichten werden nicht erzählt. Sie werden verdrängt. Vergraben. Eingeschlossen – hinter Mauern, die niemand zu durchbrechen wagt. Benjamin Foster weiß, wie es ist, vor sich selbst zu fliehen. Jahre seines Lebens hat er im Rausch verloren, hat Brücken niedergebrannt, bevor sie ihn tragen konnten, und sich selbst in einer Dunkelheit gefangen gehalten, aus der es kein Entkommen zu geben schien. Doch irgendwo zwischen Absturz und Neuanfang begegnet er Menschen, die sich weigern, ihn aufzugeben. Crystal – seine Patentochter, die in ihm mehr sieht als den Mann, der er gewesen ist. Jane – eine autistische Frau, deren stille Klarheit und kompromisslose Ehrlichkeit ihn zwingen, sich selbst zum ersten Mal wirklich zu betrachten. Gemeinsam werden sie zu Ankern in einem Leben, das lange ziellos trieb. Doch während Benjamin beginnt zu glauben, dass Veränderung möglich ist, bricht etwas auf, das nie hätte zurückkehren dürfen. Denn tief in seiner Vergangenheit liegt ein Ereignis verborgen – etwas, das ihn geformt, verfolgt und beinahe zerstört hat. Eine Wahrheit, die er so lange ignoriert hat, bis sie begann, durch die Risse seines neuen Lebens zu sickern. Und plötzlich wird klar: Heilung bedeutet nicht, zu vergessen. Heilung bedeutet, sich zu erinnern. Wenn die Mauern reden könnten ist ein Roman über das, was bleibt, wenn alles andere zerbricht. Über Menschen, die uns halten, wenn wir fallen. Und über die leise, unbequeme Wahrheit, dass die Vergangenheit niemals wirklich schweigt. (Zuvor als Einzelbände unter „Benjamin“ und „Die Insel“ erschienen, hier in einer aktualisierten, epischen Gesamtausgabe.)