Die Romane unserer besten Heimatroman-Autoren schildern den harten Kampf um den Bergwald. Jeder, der ein Herz für den Heimatroman hat, wird diese Romane lieben!Von einer unerklärlichen inneren
Die Romane unserer besten Heimatroman-Autoren schildern den harten Kampf um den Bergwald. Jeder, der ein Herz für den Heimatroman hat, wird diese Romane lieben!Von einer unerklärlichen inneren Unruhe getrieben, brach Lukas Kronseder früher als geplant auf. Er wollte die höchste Erhebung mit ihren markanten Riffen erkunden.»Ja, mei – wohin willst denn schon?« fragte die alte Apollonia, seine allernächste Nachbarin.»Zum Rotspitz auffi«, gab Lukas freundlich Auskunft.Das alte Weib, das am Zaun stand, umfaßte nun den vor ihr stehenden Pfahl mit beiden Händen, als brauchte es plötzlich einen Halt. Es schüttelte mißbilligend den Kopf. »Noch ist's net richtig Tag, Jager«, sagte es in mahnendem Tonfall. »Du bist grad vier Wochen hier und kennst dich net gut aus. Der Rotspitz hat seine Tücken. Wag dich net zu früh auffi, und stör seine Ruh net zu sehr.«Lukas lachte über die geheimnisvoll klingenden Worte, obwohl seine Unruhe dadurch gewachsen war. Inzwischen hatte er sich zwar schon mit dem oft wunderlichen Verhalten Apollonias abzufinden versucht, mußte aber auch heute wieder im stillen über sie staunen.»Du bist ja auch arg früh aufgestanden«, sagte er. »Und es heißt doch, daß, wer bei Sonnenaufgang droben auf dem Rotspitz steht, den Himmel berühren und sich was wünschen kann. Drum mach ich mich zeitig auf den Weg, wo ich doch mein erstes freies Wochenend hab, und werd in der Schutzhütt oberhalb des Gamsmugl nächtigen.«»Gott behüt dich, Jager!« wünschte Apollonia. Für Sekunden lag ihr faltenreiches Gesicht im Schatten. Sie hatte schlecht geträumt und sorgte sich jetzt, daß dem so sympathischen, neuen jungen Jäger etwas zustoßen könnte. Er war nicht so mürrisch, wortkarg und geizig wie sein Vorgänger. Schon hatte sie sich gefragt, was ihn in