Was bleibt, wenn die Unschuld ihre erste Frist versäumt? Für Ammar und den Erzähler war die Kindheit ein Reich ohne Grenzen, ein Palast aus Erfindungen und Schlachten, in dem die Zeit keine Rolle spi
Was bleibt, wenn die Unschuld ihre erste Frist versäumt? Für Ammar und den Erzähler war die Kindheit ein Reich ohne Grenzen, ein Palast aus Erfindungen und Schlachten, in dem die Zeit keine Rolle spielte. Doch mit dem Tod der Großmutter bricht eine neue Zeitrechnung an. Plötzlich ist da ein Wort, das sich nicht rückgängig machen lässt: die Endgültigkeit. Auf der Suche nach Trost geraten die Jungen an die Schwelle zwischen den Welten. An einer alten Brücke, dort, wo das Dorf endet und die Nacht beginnt, begegnen sie der geheimnisvollen Flussfee. Sie ist weit mehr als eine Märchengestalt – sie ist die Hüterin ihrer Trauer, ein Anker in einer Welt, die ihre festen Konturen verliert. Doch wo Licht ist, wartet auch der Dämon, ein dunkler Spiegel ihrer Ängste, der sie in die Tiefe zu ziehen droht. In einer atmosphärischen Reise durch die "Sphäre" des Dazwischens müssen sie lernen, dass das Leben nach einem Verlust weder steigt noch sinkt, sondern schwebt. Eine feinfühlige Novelle über den schmerzhaften Übergang vom Kindsein zum Verstehen und über die heilende Kraft eines Liedes, das im Herzen bleibt, wenn die Worte versagen. Ein literarisches Werk voller Magie, Melancholie und der unvergänglichen Stimme der Kindheit.