Das gesellschaftliche Bewusstsein für die Folgen interpersoneller Gewalt - insbesondere gegenüber Kindern und Jugendlichen - ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Maßgeblich dazu beigetragen hat
Das gesellschaftliche Bewusstsein für die Folgen interpersoneller Gewalt - insbesondere gegenüber Kindern und Jugendlichen - ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Maßgeblich dazu beigetragen hat die psychotraumatologische Forschung. Sie zeigt eindrücklich und immer deutlicher, dass maladaptiv verarbeitete belastende Lebenserfahrungen in Form chronischer Stress- und Affektdysregulation Ursache für eine Vielzahl psychischer wie auch körperlicher Störungen sind. Der transdiagnostisch ausgerichtete Ansatz der Stressorbasierten Psychotherapie greift diese Erkenntnisse auf. Orientiert am Lernparadigma der Gedächtnisrekonsolidierung - der neurobiologischen Grundlage von Grawes Wirkfaktorentheorie - bietet er einen innovativen und integrativen konzeptuellen Rahmen sowie einen methodenübergreifenden Behandlungsalgorithmus für die psychotherapeutische Praxis. Die dritte Auflage wurde inhaltlich überarbeitet und unter anderem um neue Therapieverfahren ergänzt: das Protokoll TASSE und die Integrative Bindungsorientierte Traumatherapie.