Eine Grille wie Helm Hops hat es auch nicht immer leicht. Vor allem dann, wenn man wieder mal eine Geschichte zu erzählen hat, die auch noch zweigeteilt ist wie die von dem sechsjährigen Waisenkind un
Eine Grille wie Helm Hops hat es auch nicht immer leicht. Vor allem dann, wenn man wieder mal eine Geschichte zu erzählen hat, die auch noch zweigeteilt ist wie die von dem sechsjährigen Waisenkind und ihrem Aufenthalt auf dem Mars. Unter anderem. Zum Glück steht Helm Hops nach wie vor seine Liege zur Verfügung, auf welchem er es sich bequem machen kann. Insektengerecht natürlich, gleichsam wie ein Gläschen mit Himbeersaft. Das Ganze auf einem Markstein mitten im Wald. Und schon kann' s losgehen. Jedoch eben nicht mit Sophie, mit deren Flugqualitäten wir uns dann tatsächlich im zweiten Teil befassen, sondern mit ihrer Mutter Judy. Und so kommt es vielleicht nicht einmal von so ungefähr, dass mit Elly die beste Freundin von Judy bereits im Marienkäfer- Café, wo sich die beiden jungen Frauen verabredet haben, wartet. Doch es dauert, bis Judy endlich eintrudelt. Und zwar mit einer Hiobsbotschaft im Gepäck, frei nach dem Motto: "wenn schon, denn schon". Die für die berufstätige Judy kaum schlimmer hätte sein können. Und die lautet, nachdem sie wegen einer vermeintlichen Magenstimmung ihren Hausarzt Doktor Bernbacher aufgesucht hat, schlichtweg "vierter Monat". Das Ganze Resultat eines One- Night- Stands irgendwann zur Faschingszeit. Und während Judy eigentlich sofort über Abtreibung nachdenkt, rät Elly dringend davon ab. Endlich das Café verlassen, erscheint Judy viel zu spät bei der Arbeit, wo ihr ihr Vorgesetzter Konrad Conradi unmissverständlich klar macht, dass Dinge wie Schwangerschaft beziehungsweise Kinderkriegen von ihm nicht geduldet werden. Nach dem Feierabend begegnet Judy einen Bettler, der ihr nach einem kurzen Disput eine Goldmünze überlässt. Als sie etwas später damit im Marienkäfer- Café bezahlt, erhält sie von Ober Gasson einen dicken Batzen Banknoten als Wechselgeld zurück. Am nächsten Morgen hat Judy dann festzustellen, dass sich bei ihr ein nicht mehr kaschierbarer Babybauch gebildet hat. Als Conradi dies bemerkt, schmeißt er sie hochkant heraus. Wieder bei Gasson im Café stöbert sie in einem Wandkalender herum, den sie aus ihrem Büro mitgenommen hat. Dort entdeckt sie unter anderem Abbildungen vom Mars und sogar vom Pluto. Elly schlägt Judy indes vor, nach dem Vater des Kindes zu suchen. Aus Judys Sicht völlig unnötig, bleibt sie doch bei ihren Abtreibungsabsichten. Sie telefoniert stattdessen mit einer polnischen Frauenklinik, die allerdings horrende Gebühren verlangen. Von Doktor Bernbacher erfährt sie, dass ihre Blutwerte nicht in Ordnung wären. Als er ihr offeriert, dass er für sie einen Platz in der privaten Frauenklinik von Methusalem Anourthosis organisiert hat, knickt sie schließlich ein. Und am Ende bekommt sie dort dann doch noch ihr Baby – ein Mädchen wohlbemerkt. Doch kaum wieder raus aus der Klinik, wird Judy von Schwächeanfällen heimgesucht. Das Baby zurückgelassen auf einer Bank vor dem Rathaus wird im Waisenhaus abgegeben. Doch die Jahre vergehen, und Sophie wächst heran.