Unerwünscht

Die westdeutsche Demokratie und die Verfolgten des NS-Regimes

Stefanie Schüler-Springorum

Zeitgeschichte

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Beschreibung zu „Unerwünscht“

Verlag:

FISCHER E-Books

Veröffentlicht:

2025

Druckseiten:

ca. 187

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook

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1 Kommentar zu „Unerwünscht“

Johannes – 14.04.2026
Wie ist die Nachkriegsgesellschaft mit den Opfern des Nazi-Terrors umgegangen? Dieser Frage geht die Historikerin Stefanie Schüler-Springorum (Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin) in ihrem Buch nach. Wer denkt, dass sich Deutschland - wenigstens als man sich des Grauens bewusst wurde - besonnen hat und den Opfer geholfen hat, ihnen ihr Eigentum zurückgegeben hat oder sie entschädigt hat, erfährt hier, so war es nicht. Die Nachkriegsgesellschaft wollte mit den Opfern nichts zu tun haben, Hass und Vorurteile waren weiter verbreitet. Während Menschen, die wegen ihres jüdischen Glaubens verfolgt wurde, auch mit Hilfe internationalen Drucks, öfter kleine Entschädigungen durchsetzen konnten, gingen andere Opfergruppen komplett leer aus oder wurde sogar noch weiter verfolgt. So erging es z.B. Homosexuellen und Sinti und Roma, die noch bis in die 80ger Jahre als „Zigeuner“ verunglimpft wurden. Auch die als Zeugen Jehovas verfolgten, ehemalige Zwangsarbeiter oder auch Menschen, die zwangssterilisiert wurden, viele gingen leer aus, ihre Leiden wurden nicht anerkannt. Viele Beamte und Richter – die oft straffrei ausgingen - saßen wieder an ihren alten Stellen, von ihnen konnten die Opfer keine Gerechtigkeit erwarten. Natürlich gab es Ausnahmen. An vielen Einzelbeispielen zeigt die Autorin den ganzen Umfang dieses unwürdigen Umgangs mit den Opfern. Ein Buch, das die Augen öffnet. Es gehört in jeden Geschichtsunterricht.

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