Als Baggerarbeiten am Hochwasserschutz der Gasteiner Ache einen Lederschuh und menschliche Knochen freilegen, beginnt Kriminalinspektorin Sara Berg vom LKA Wien zu graben — buchstäblich und im übertra
Als Baggerarbeiten am Hochwasserschutz der Gasteiner Ache einen Lederschuh und menschliche Knochen freilegen, beginnt Kriminalinspektorin Sara Berg vom LKA Wien zu graben — buchstäblich und im übertragenen Sinn. Der Fund führt zurück ins Jahr 1968, in eine Nacht am Acheufer, die das Tal seither schweigend in sich trägt. Gemeinsam mit Inspektor Kaspar Prantl, der seit dreiundzwanzig Jahren im Tal seinen Dienst tut, entfaltet sich eine Geschichte über Schweigen als Erbschaft, über Kapital das auf Blut steht — und über ein Tal, das mehr Gedächtnis hat als jedes Archiv. Während Hochwasserwarnungen das Tal in Alarmbereitschaft versetzen, arbeiten sich Sara und Prantl durch Jahrzehnte aus Lügen, falschen Investoren und vergrabenem Wissen.Das Kongresshaus steht als betoniertes Mahnmal für eine Ära der Fehlentscheidungen. Und unter allem rauscht die Ache — unbeirrbar, geduldig, mit einem Gedächtnis das kein Mensch übertrifft. Ein Krimi über die Seele eines Ortes. Über Menschen die blieben, als es schwierig wurde. Und über die Frage, was es kostet, endlich zu reden.