Mit Keith aus dem Grenzland: Eine Geschichte aus den Prärieregionen entwirft Randall Parrish ein erzählerisch dichtes Bild des amerikanischen Grenzraums, in dem Weite, Gefahr und sittliche Bewährung e
Mit Keith aus dem Grenzland: Eine Geschichte aus den Prärieregionen entwirft Randall Parrish ein erzählerisch dichtes Bild des amerikanischen Grenzraums, in dem Weite, Gefahr und sittliche Bewährung einander durchdringen. Der Roman verbindet Abenteuerhandlung mit Milieuschilderung und zeichnet die Prärieregionen als historischen und moralischen Prüfstein. Parrishs Stil ist anschaulich, zügig und von jener romantisch-realistischen Energie geprägt, die für die populäre Grenzlandliteratur des frühen 20. Jahrhunderts kennzeichnend ist; Naturbeschreibung, Spannung und Charakterkonflikt greifen wirkungsvoll ineinander. Randall Parrish war ein amerikanischer Autor, der vor allem durch Western- und Grenzlandromane bekannt wurde. Seine Stoffe verraten eine genaue Vertrautheit mit der Geschichte des Mittleren Westens und mit den Mythen der Frontier, die in der amerikanischen Kultur tief verankert sind. Diese Nähe zu historischen Schauplätzen, zu Fragen von Mut, Ordnung und individueller Verantwortung dürfte wesentlich dazu beigetragen haben, ein Werk wie dieses zu formen, das Unterhaltung mit historischer Imagination verbindet. Empfehlenswert ist das Buch für Leserinnen und Leser, die klassische Abenteuerromane nicht nur als spannende Unterhaltung, sondern auch als Dokument eines literarischen Amerika verstehen möchten. Wer die Poetik des Grenzlandes, die Konstruktion von Heldentum und die kulturelle Erinnerung an die Prärie erkunden will, findet hier eine aufschlussreiche und fesselnde Lektüre.