HABITUS: RESETNeurOdessa, die schwebende Oberstadt, kontrolliert von Algorithmen und getragen von titanfarbenen Stelen, ist das Muster einer perfekten Welt: steril, überwacht, fehlerfrei. Daru
HABITUS: RESETNeurOdessa, die schwebende Oberstadt, kontrolliert von Algorithmen und getragen von titanfarbenen Stelen, ist das Muster einer perfekten Welt: steril, überwacht, fehlerfrei. Darunter liegt Odessa, die Unterstadt - ein Gewirr aus Ruinen, improvisiertem Leben und all jenen, die in die Zukunft nicht passten.ТОЧKА_RU, promovierte Ethnologin und Teil der intellektuellen Elite der Oberstadt, analysiert seit Jahren die „Abweichungen“ der unteren Schichten. Bis sie entdeckt, dass nicht die Menschen, sondern das System selbst die gefährlichste Verzerrung erzeugt.In einem Moment wissenschaftlicher Ehrlichkeit und menschlicher Konsequenz löst sie einen Befehl aus, der nie hätte existieren dürfen: Selbstreflexion.Die Stadt beginnt sich zu prüfen.Und zu zweifeln.R@1, Bastler, Datensammler und Grenzgänger zwischen den Zonen, wird zum ungewollten Katalysator dieses Umbruchs. Er kennt die Oberstadt aus illegalen Geschäften und die Unterstadt, weil sie ihn nie gehen ließ. Als die ersten Risse durch die perfekte Ordnung laufen, muss er handeln, nicht als Held, sondern als jemand, der sich seinem Leben endlich stellt.An seiner Seite:Sprosse, Ärztin mit einer seltenen Ausnahmegenehmigung, deren Mitgefühl genauso gefährlich ist wie ihr Wissen.Zwischen magnetisch schwebender Architektur, sozialen Schichtcodes und einer KI, die ihre eigene Moral neu verhandelt, entfaltet sich ein Konflikt, der die Grenzen der Stadt verschiebt und eine sehr alte Geschichte, die einst in Golgotha vorläufig endete aber nie abgeschlossen wurde, findet in den Ruinen eine unerwartete Fortsetzung, die weder Menschen noch Maschinen je vorgesehen hatten.Ein Roman über Distinktion, Würde, Systemlogik und die Frage, ob Menschlichkeit programmierbar ist oder im Bruch entsteht.