Das Rudel Reiter hielt am Ufer des Rio Grande an. Es waren zehn bis an die ZĂ€hne bewaffnete mexikanische Bravados mit bĂ€rtigen Gesichtern und riesigen Sombreros auf den Köpfen. Sie spĂ€hten ĂŒber den Fl
Das Rudel Reiter hielt am Ufer des Rio Grande an. Es waren zehn bis an die ZĂ€hne bewaffnete mexikanische Bravados mit bĂ€rtigen Gesichtern und riesigen Sombreros auf den Köpfen. Sie spĂ€hten ĂŒber den Fluss, der hier in Texas die Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko darstellte."Die Luft scheint rein zu sein!", stieĂ der AnfĂŒhrer der Horde hervor. Ăber seiner Brust kreuzten sich zwei Patronengurte. "Reiten wir. Adelante!"Sie trieben ihre Pferde ĂŒber den Ufersaum und in den Fluss. Die Hufe wĂŒhlten den Schlamm auf. Das Wasser fĂ€rbte sich schmutzigbraun. Der Pulk hatte die Flussmitte erreicht, als die Hölle loszubrechen schien. Auf der amerikanischen Seite zuckten MĂŒndungsblitze aus dem UfergebĂŒsch, begleitet vom Peitschen der Gewehre. Pulverdampf wogte dicht.Der LĂ€rm steigerte sich zu einem höllischen Crescendo. Der Tod griff mit knöcherner Klaue nach den Bravados ...Pferde und Reiter stĂŒrzten. Es war August und heiĂ und der Rio Bravo, wie ihn die Mexikaner nennen, fĂŒhrte nicht viel Wasser. Noch mehr Schmutz wurde aufgewirbelt. Das Wasser verwandelte sich dort, wo sich die tödliche Tragödie abspielte, in eine braune Pampe.Drei der Reiter zerrten ihre Pferde herum und droschen ihnen unbarmherzig die Sporen in die Seiten. Gewieher und Geschrei erhoben sich. Einer der Kerle taumelte hoch und versuchte zu FuĂ das mexikanische Ufer zu erreichen. Ein StĂŒck Blei holte ihn von den Beinen. Er versank in den Fluten, um im nĂ€chsten Moment wieder aufzutauchen und mit dem Gesicht nach unten fortgetrieben zu werden.