Seit der letzten Jahrtausendwende lĂ€sst sich bei den belletristischen Neuerscheinungen in Skandinavien eine augenfĂ€llige "RĂŒckkehr der Provinz" konstatieren. Der vorliegende Band trĂ€gt diese
Seit der letzten Jahrtausendwende lĂ€sst sich bei den belletristischen Neuerscheinungen in Skandinavien eine augenfĂ€llige "RĂŒckkehr der Provinz" konstatieren. Der vorliegende Band trĂ€gt diesem PhĂ€nomen Rechnung, indem zunĂ€chst ein Ăberblick ĂŒber literarische Provinzdarstellungen in Skandinavien gegeben und anschliessend diese Entwicklung unter einer spezifisch zeittheoretischen Perspektive betrachtet wird. Zu den Schriftstellerinnen und Schriftstellern, welche der Provinz in ihrem literarischen Schaffen eine prominente Rolle zuschreiben, gehören Helle Helle aus DĂ€nemark, Hanne Ărstavik aus Norwegen und der IslĂ€nder Gyrðir ElĂasson. Ihre Werke werden in dieser Studie ausfĂŒhrlichen close-readings unterzogen, welche unterschiedliche Aspekte von Lesen und Schreiben in ein enges VerhĂ€ltnis zur Darstellung der Provinz stellen sowie ihren Zeitdiskursen nachspĂŒren.