Die Vorgesetzte

Asse II - Das Endlager

Martin Danders

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Beschreibung zu „Die Vorgesetzte“

Der Erzähler beschreibt unverblümt seinen doch sehr langweiligen Behördenalltag mit wenig Höhen und vielen Tiefen, aber auch mit den Abgründen, die sich in solchen staatlichen Einrichtungen abspielen. Nur mit Hilfe einer unattraktiven Vorgesetzten bekommt er nach einer Vielzahl von Zeitverträgen endlich einen Festvertrag, der aber an Bedingungen geknüpft ist. Einige Umweltdramen passieren in Bremen, die den ansonsten eher ruhigen Behördenalltag schwer erschüttern. Der Erzähler hat in Bremen eine attraktive, polnische Freundin, die eine alleinerziehende Mutter ist. Später heiratet er sie aus voller Überzeugung. An den Wochenenden fährt er entweder alleine oder mit ihr ins Asse-Gebiet nahe Wolfenbüttel, um dort seine privaten Untersuchungen ohne offiziellen Auftrag durchzuführen. Dabei stellt sich heraus, dass das Grundwasser wie auch das Flusswasser im Nahbereich des Bergwerks schwach radioaktiv belastet sind. Bei seinen Einsätzen hat er stets einen Geigerzähler dabei. Seine Untersuchungsergebnisse hält er in einem Bericht fest, den er aber noch nicht veröffentlicht, weil er erst alle Untersuchungen abgeschlossen haben und keine Panik in der Bevölkerung auslösen will. Erst als alle Fakten auf dem Tisch liegen, fährt er mit seiner Frau abschließend noch mal ins Untersuchungsgebiet und parkt seinen VW-Bus auf einem kleinen Berg in der Nähe des Asse-Förderturms. Während eines Schäferstündchen im Bulli, donnert es gewaltig und ein kleines Erdbeben schüttelt sie durch. Die Ursache hierfür ist eine große, kreisrunde Erdabrutschung im Bereich des Assebergwerks. Nachdem das Paar sich angezogen haben, laufen sie zur Abrisskante und filmen die komplett veränderte Geländemorphologie. Die Abrutschung beträgt ca. 15 Meter und führt zu einem Kontakt zwischen dem tiefen Grundwasser und dem in der Asse eingelagerten radioaktiven Müll. In Bremen verkauft der Erzähler seine Filmaufnahmen. 6 Wochen nach der Abrutschung fährt er nochmal mit seiner Frau ins Assegebiet, wohlwissend, dass dieser Ausflug nicht ganz ohne Risiko ist. Mehrere Wochen dauert es bis der Kontakt zwischen dem tiefen Grundwasser und radioaktiven Abfall Auswirkungen auf das oberflächennahe Grund- und Oberflächenwasser hat. Bei seinen Untersuchungen stellt er überall eine sehr hohe Radioaktivität im Grundwasser fest. Eilig verlassen sie das Gebiet und fahren nach Goslar, um dort im sichern Abstand zu übernachten. Am nächsten Tag überprüft der Erzähler noch das Oberflächenwasser eines Flusses. Auch hier ist die Radioaktivität sehr hoch. Um ihre eigene Gesundheit nicht zu gefährden, verlassen sie panikartig das Gebiet und fahren zurück nach Bremen. Den Medien teilt der Erzähler telefonisch das spektakuläre Ergebnis mit. Die Bevölkerung im Assegebiet ist auf der Flucht.

Verlag:

neobooks

Veröffentlicht:

2014

Druckseiten:

ca. 151

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook


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