„Die Entscheidung ist so klein, dass sie sich kaum wie eine anfühlt. Gerade deshalb bleibt sie hängen.“Er ist ein Mann, der gelernt hat, zu funktionieren. Als Führungskraft trifft er täglich E
„Die Entscheidung ist so klein, dass sie sich kaum wie eine anfühlt. Gerade deshalb bleibt sie hängen.“Er ist ein Mann, der gelernt hat, zu funktionieren. Als Führungskraft trifft er täglich Entscheidungen, ordnet Abläufe, schließt Räume. Kontrolle ist sein Werkzeug, Klarheit sein Versprechen an sich selbst.Doch dann gibt es diesen einen Morgen. Ein Moment der Stille. Eine Begegnung, die nichts fordert – und gerade deshalb etwas in Bewegung setzt.Ohne dramatischen Bruch beginnt sich sein Alltag zu verschieben. Er bleibt stehen, wo er sonst weiterging. Er hört hin, wo er sich früher entzogen hat. Nähe wird spürbar, nicht als Lösung, sondern als Zumutung.Bleiben erzählt von einem Mann im Dazwischen: zwischen Kontrolle und Hingabe, zwischen Gehen und Ausharren. Ein leiser Roman über die Frage, was geschieht, wenn man sich entscheidet, nicht sofort weiterzugehen.