Nostromo

Roman. Ăśbersetzt von Julian und Gisbert Haefs, mit einem Nachwort von Robert Menasse


Joseph Conrad

1 Bewertung
2.0

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Beschreibung zu „Nostromo“

Ăśber Joseph Conrad

Joseph Conrad (1857–1924) war polnischer Herkunft und erlernte erst im Erwachsenenalter die englische Sprache. Im Dienst der britischen Handelsmarine und ab 1886 als Kapitän bereiste er die Weltmeere, den afrikanischen Kontinent und den Fernen Osten. Erst spät begann er zu schreiben. Conrads Romane, die um das Thema der menschlichen Einsamkeit und des Ausgeliefertseins kreisen, zählen zu den berühmtesten Werken der englischen Literatur.

Verlag:

Manesse Verlag

Veröffentlicht:

2024

Druckseiten:

ca. 494

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook

Barrierefreiheitsinformationen

keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

1 Kommentar zu „Nostromo“

torpolq – 25.01.2026
Hier sind die Hauptgründe, warum das Buch so eine harte Nuss ist: ​1. Die nicht-lineare Erzählweise ​Conrad bricht die klassische Zeitabfolge komplett auf. Er springt ständig zwischen den Zeiten hin und her – du erfährst oft erst das Ergebnis eines Ereignisses und erst viel später, wie es überhaupt dazu kam. Ohne einen „Zeitstrahl“ im Kopf verliert man da leicht den Überblick. ​2. Sprachliche und erzählerische Dichte ​Conrads Schreibstil ist extrem kompakt. Er verwendet eine sehr bildgewaltige, aber auch komplizierte Sprache mit langen, verschachtelten Sätzen. Er beschreibt oft nicht direkt, was passiert, sondern lässt die Handlung durch die Reflexionen oder Gespräche der Figuren durchscheinen. Das bedeutet: Man kann das Buch nicht einfach „überfliegen“. ​3. Perspektivwechsel und Distanz ​Es gibt keine zentrale Hauptfigur, die uns durch die Geschichte führt. Die Perspektive wechselt zwischen einer Vielzahl von Charakteren. Zudem ist der Erzähler oft distanziert oder fast schon ironisch-beobachtend, was es schwierig macht, eine emotionale Bindung zu den Figuren aufzubauen. ​4. Die politische Komplexität ​Die fiktive Republik Costaguana ist so detailliert ausgearbeitet, dass die politischen Intrigen, die wirtschaftlichen Abhängigkeiten (das Silber!) und die Revolutionswirren fast so kompliziert wirken wie echte Weltgeschichte. Man muss ständig mitdenken, wer gerade mit wem gegen wen paktiert.

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