(...) Rauschning war viel zu sehr praktischer Politiker, als daĂ es ihm mit dem Buch auf simple Hitler-Philologie angekommen wĂ€re; tatsĂ€chlich wollte er damit wirken, aufrĂŒtteln. In diesem Sinne ist a
(...) Rauschning war viel zu sehr praktischer Politiker, als daĂ es ihm mit dem Buch auf simple Hitler-Philologie angekommen wĂ€re; tatsĂ€chlich wollte er damit wirken, aufrĂŒtteln. In diesem Sinne ist auch Schieders Charakterisierung des Buches zu verstehen, die HĂ€nel in seinem zitierten ResĂŒsmee verballhornt hat: daĂ das Buch "in erster Linie eine Kampfschrift und keine Programmschrift" war; so hat immer noch sein an gleicher Stelle geĂ€uĂertes Urteil Bestand, daĂ die 'GesprĂ€che mit Hitler' "ein Dokument von unbezweifelbarem Quellenwert insofern (sind), als die Deutungen enthalten, die aus unmittelbarer Einsicht erwachsen sind." Es bleibt zu hoffen, daĂ diese Ausgabe ihren Teil dazu beitragen kann, eine neuerliche BeschĂ€ftigung mit Rauschning und seinen 'GesprĂ€chen mit Hitler' anzuregen. Denn das Schicksal, vergessen oder als 'FĂ€lschung' abgetan zu werden, hat das Buch sicherlich nicht verdient. (Marcus Pyka, aus Zur EinfĂŒhrung) " Dieser Weltumsturz, das ist das Ziel des jetzt begonnenen Krieges. Es ist Hitlers Ăberzeugung, daĂ es nur dieses einen siegreichen Krieges bedarf, um die Erde nach seinem Willen neu zu ordnen. Ein phantastischer Gedanke. Aber die falsche Schöpferkraft der Hysterie vermag vielleicht eines: die Welt in TrĂŒmmer zu schlagen.§ (Hermann Rauschning)