Richard Wagner und Wien

Antisemitische Radikalisierung und das Entstehen des Wagnerismus

Oliver Rathkolb Hannes Heer Christian Glanz

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Beschreibung zu „Richard Wagner und Wien“

Gezeigt wird die Person Richard Wagners als eine die Wiener Gesellschaft - siehe die Wagner-Vereine - magnetisch anziehende oder - siehe die Presse-Fehden - aufs äußerste abstoßende Figur. Das Ereignis von Wagners politischer Radikalisierung in Wien wird dabei als ein Amalgam unterschiedlichster Erfahrungen und Motive erklärt: wiederholte und bitter erlebte Abweisung, ein auch der Durchsetzung seines Werks dienender Abgrenzungsfuror und zunehmend wahnhafte Untergangs- und Vernichtungsszenarien. Man begegnet den Gegenfiguren Eduard Hanslick, der in der Person Wagner auch konträre Konzepte von Musik und Ästhetik bekämpfte und Gustav Mahler, der Wagners Werke kongenial verstanden und aufgeführt und zugleich dessen bösen Spott in den "Judenkarikaturen" mit den eigenen Symphonien musikalisch beantwortet hat. Aufgerufen wird auch die Erinnerung an den von Georg von Schönerer begründeten österreichischen "Deutschnationalismus", der auch viele sich als Deutsche fühlende Juden angezogen und dann ausgestoßen hat und der nach Wagners Tod zum festen Bestandteil des von Graz und Wien getragenen Wagnerismus wurde.

Beiträge von Carolin Bahr | Barbara Boisits | Sven Fritz | Wolfgang Fuhrmann | Werner Hanak-Lettner | Hannes Heer | Hans-Joachim Hinrichsen | Clemens Höslinger | Richard Klein | Malou Löffelhardt | Oliver Rathkolb | Gerhard Scheit | Fritz Trümpi | Michael Wladika

Über Oliver Rathkolb

Bruno Kreisky, geboren 1911 Wien, war ab 1926 in der Sozialistischen Arbeiterjugend tätig und verbüßte 1935-36 und 1938 politische Freiheitsstrafen. 1938 Emigration, bis 1945 im schwedischen Exil, von 1946-1949 Diplomat in Stockholm und 1951-1953 politischer Berater von Bundespräsident Theodor Körner. 1953-59 Staatssekretär im Bundeskanzleramt, 1956-1983 Abgeordneter zum Nationalrat, 1959-1966 Bundesminister für auswärtige Angelegenheiten, 1970-1983 Bundeskanzler. Unter seiner Kanzlerschaft weit reichende Reformen (Ausbau des Sozialstaats, Rechtsreformen, Demokratisierung der Universitäten) und außenpolitische Initiativen (Nahost). Kreisky öffnete die SPÖ gegenüber bürgerlich-katholischen Wählern und machte sie zur erfolgreichsten sozialdemokratischen Partei Westeuropas. Nach dem Verlust der absoluten SPÖ-Mehrheit bei den Wahlen von 1983 zog er sich aus der aktiven Politik zurück. Bruno Kreisky starb am 29. Juli 1990 in Wien. Der Herausgeber: Oliver Rathkolb, geboren 1955 in Wien, Studium an der Universität Wien, Dr. iur. (1978) und Dr. phil. (1982), war von 1985 bis 2000 wissenschaftlicher Leiter, 2000 bis 2004 wissenschaftlicher Co-Leiter der Stiftung Bruno Kreisky Archiv Wien, von 1992 bis 2004 Wissenschaftskoordinator des Bruno Kreisky Forums für Internationalen Dialog, Wien. Seit 2005 ist Oliver Rathkolb Direktor des Ludwig Boltzmann Instituts für Europäische Geschichte und Öffentlichkeit sowie Zeitprofessor am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. Zahlreiche Publikationen, zuletzt "Die paradoxe Republik" (Donauland-Sachbuchpreis 2005).


Verlag:

Hollitzer Wissenschaftsverlag

Veröffentlicht:

2017

Druckseiten:

ca. 414

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook


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