Anikas Bauernhofzirkus

Am Ende der Hoffnung beginnen die Wunder.

Hannelore Deinert

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Buchbeschreibung zu „Anikas Bauernhofzirkus“

Den Tieren auf dem Meinbach-Hof geht es gut, und wenn es einem gut geht, kommt man leicht auf absurde Ideen. Zum Beispiel bei einem Mitmachzirkus, der derzeit im Ort gastiert, mitmachen zu wollen und eine Zirkusnummer einzustudieren. Schwein Gundi überredet die Kühe, die Ziegen, die Gänse und die Hühner zu einer Tierpyramide und Hahn Zwackel als Krönung derselben. Nachts, wenn die Bauernfamilie schläft, trainieren sie im Stall Der Aufbau der Pyramide erweist sich schwierig, aber Gundi ist mit deren Fortschritt zufrieden.
Dann belauschen sie ein Gespräch ihres Bauern mit einem Fremden, das sie ihre hochfliegenden Pläne vergessen lässt. Der Hof soll verkauft werden und der neue Besitzer will die Tiere vom Schlachter abholen lassen. Hofhund Tapser will die entsetzten Tiere wegbringen, in ein Land an einem großen Fluss, mit klaren Bächen, saftigen Weiden, lichten Wäldern, wo Mensch und Tier friedlich zusammenleben. Es sei ein Paradies, habe er gehört, nur ein paar Tagesmärsche entfernt, in Richtung Sonnenuntergang.
Am Ende der Hoffnung beginnen die Wunder. In diesem Fall ist es ein zehnjähriges Mädchen namens Anika Steinert, die auf den Hof kommt und beim Bauernsohn Christian nachfragt, ob sie die Falläpfel, die unter den Bäumen der Meinbach-Wiese langsam verrotten, auflesen darf, ihre Mutter könne leckeren Apfelmus davon zubereiten. Christian erlaubt es und gesteht ihr, dass sie ihre Apfelbäume nicht abernten werden, weil ihr Hof noch in diesem Jahr verkauft werden soll. Seine Eltern seien aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage, ihn zu bewirtschaften.
Anika erzählt es ihrer Mutter, Frau Steinert erzählt es am Abend ihrem Mann, der redet mit seinem Schwiegervater darüber, der zufällig das Amt des Verkehrs- und Bauwesens in der Gemeinde innehat. Der wiederum nimmt sich die Akte des Darmstädter Verkehrsamtes vor, in der um eine Wiederbelebung der alten Bahntrasse geworben wird, die bekannter weise zwischen den Gärten der Bahnhofsstraße, in der auch seine Tochter mit Familie wohnt, und den Meinbach Äckern und Wiesen verläuft. Interessant ist der unscheinbare Vermerk, in dem sich Bauer Habinger, der zweite Großbauer am Ort, bereit erklärt, die an seine Felder angrenzenden Meinbach Äcker- und Wiesen, sobald sie in seinen Besitz sein werden, dem Darmstädter Verkehrsamt zur Verfügung stellen will- zu einem unanständigen Preis natürlich- und somit die Bahntrasse neu belebt werden kann. Der Sachbearbeiter für Verkehrs- und Bauwesen, Anikas Opa, dem dies ein Dorn im Auge ist, weiß nun, wie er es verhindern kann.
Er besucht Bauer Meinbach und unterbreitet ihm ein äußerst lukratives Angebot. Sein Hof, erklärt er, eigne sich vorzüglich für Agrar-Studenten, die ihr Praktikum absolvieren wollen und müssen, später auch sein Sohn Christian. Geplant sei eine Bio-Gasspeicher-Anlage, die den Ort mit günstigem, umweltschonenden Strom und Warmwasser, zudem, als Nebenprodukt sozusagen, die Felder und Wiesen der zwei ortsansässigen Bauern mit biologischem Dünger versorgen könne. Selbstverständlich könne Bauer Meinbach mit seiner Frau und seinem Sohn auf dem Hof bleiben und seine Tiere weiterhin versorgen, auch finanziell wäre es sein Schaden sicher nicht. Für Bauer Meinbach ist es ein unerwarteter Glücksfall, ein Wunder, aber zuvor muss er seine Tiere wiederfinden. Denn ohne ihre Gülle und ihren Dung funktioniert eine Bio-Gasspeicher-Anlage nun einmal nicht.

Über Hannelore Deinert

Die Autorin Hannelore Deinert wurde 1942 in Kelheim an der Donau geboren. Ihren Vater verlor sie an den Krieg. Nach acht Volksschuljahren besuchte sie ein hauswirtschaftliches Internat und lernte Näherin. 1960 heiratete sie und zog mit ihrem Mann nach München, wo sie drei Kindern das Leben schenkte. Nach einigen Wanderjahren betrieb die Familie in Münster bei Dieburg ein Spielwarengeschäft. Seit dem Ruhestand widmet sich Hannelore Deinert intensiv dem Schreiben. Sie absolvierte ein Literaturfern


Verlag:

neobooks

Veröffentlicht:

2015

Druckseiten:

ca. 30


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