RenĂ© Maugras, vierundfĂŒnfzig, Herausgeber einer Pariser Zeitung, wacht nach einem Schlaganfall im Krankenhaus BicĂȘtre auf. Er, dessen Kapital die Worte waren, ist des Sprechens nicht mehr mĂ€chtig; hal
RenĂ© Maugras, vierundfĂŒnfzig, Herausgeber einer Pariser Zeitung, wacht nach einem Schlaganfall im Krankenhaus BicĂȘtre auf. Er, dessen Kapital die Worte waren, ist des Sprechens nicht mehr mĂ€chtig; halbseitig gelĂ€hmt, ist er gefangen in einer anderen Welt. Doch seine FĂ€higkeit zu denken ist unbeeintrĂ€chtigt. Langsam kĂ€mpft er sich ins Leben zurĂŒck, wĂ€hrend seine Umgebung ihn weiter fĂŒr besinnungslos hĂ€lt. Maugras belauscht die GesprĂ€che an seinem Bett, lĂ€sst sein Leben Revue passieren, seine Errungenschaften und LebenslĂŒgen, die Erfolge und Misserfolge - als Verleger, als Ehemann, als Mensch. Die Glocken von BicĂȘtre sticht unter den vielen Meisterwerken Simenons hervor, durch den Verzicht auf jegliche Spannungselemente und durch die Tatsache, dass Simenon nicht wie ĂŒblich elf Tage fĂŒr die Niederschrift brauchte, sondern ganze zweiundzwanzig.