«Religion und Weitsprung – 42 Breven über dies und das» ist ein ebenso kluges wie vergnügliches Werk, das sich bewusst jeder einfachen Kategorisierung entzieht. In 42 kurzen Texten nimmt Felix Frei se
«Religion und Weitsprung – 42 Breven über dies und das» ist ein ebenso kluges wie vergnügliches Werk, das sich bewusst jeder einfachen Kategorisierung entzieht. In 42 kurzen Texten nimmt Felix Frei seine Leserinnen und Leser mit auf eine gedankliche Reise über Gesellschaft, Religion, Psychologie, Wissenschaft, Technologie und Philosophie. Und über das, was zwischen diesen Themen liegt. Es ist ein Buch über Gott und die Welt, geschrieben aus der Perspektive eines bekennenden Atheisten, der weder missionieren noch belehren will, sondern zum Denken einlädt.Die Texte sind als «Breven» angelegt – eine augenzwinkernde Anlehnung an den kurzen päpstlichen Erlass, in dem der Papst traditionell zu «dies und das» Stellung bezieht. Frei eignet sich diese Form ironisch an und nutzt sie für pointierte, oft überraschende Reflexionen, die mal ernst, mal heiter, stets aber geistreich daherkommen. Der Autor folgt dabei keinem roten Faden im klassischen Sinn. Vielmehr verbindet die einzelnen Texte eine Haltung: Skepsis gegenüber Heilsversprechen, Freude am Zweifel und Lust am Sinnieren ohne Anspruch auf endgültige Antworten.Thematisch spannt das Buch einen bewusst weiten Bogen. Die Bandbreite reicht vom physikalisch Winzigen bis zum kosmisch Grossen, vom Proton bis zum Universum, von Fragen des Bewusstseins und der künstlichen Intelligenz bis zu Religion, Kirche, Sprache, Werten und gesellschaftlicher Empörung. Trotz dieser inhaltlichen Vielfalt bleibt der Ton zugänglich. Frei schreibt klar, präzise und oft mit trockenem Humor. Seine Texte sind keine akademischen Abhandlungen, sondern Denkanstösse, gedacht zum Weiterlesen, Weiterdenken und gelegentlich auch zum Widersprechen.Dass «Religion und Weitsprung» trotz aller Skepsis kein zynisches Buch ist, sondern von Neugier und intellektueller Redlichkeit getragen wird, bringt ein Zitat des Publizisten und Managers Roger de Weck auf den Punkt: «Ein Buch über Gott und die Welt. Beiden ginge es besser ohne den Menschen. Aber es wär’ schade – auch weil dieses kleine Buch fehlte.»So versteht sich «Religion und Weitsprung» als Einladung zum Selbstdenken. Es richtet sich an Leserinnen und Leser, die Freude an klugen Beobachtungen haben, die keine einfachen Antworten erwarten und die es schätzen, wenn philosophische Tiefe mit sprachlicher Leichtigkeit und feinem Humor verbunden wird. Es ist ein Buch für Menschen, die Sinnieren nicht als Mangel an Gewissheit begreifen, sondern als eigenständige Form geistiger Freiheit.