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Beschreibung zu „Der Sommer am Ende der Welt (Ungekürzte Lesung)“

Über Eva Völler

Geboren und aufgewachsen am Rand des Ruhrgebiets, hat Eva Völler sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem hat sie zuerst als Richterin und später als Rechtsanwältin ihre Brötchen verdient, ehe sie die Robe endgültig an den Nagel hängte und das Schreiben zum Hauptberuf machte. Nach ihren großen SPIEGEL-Bestsellererfolgen mit der Ruhrpottsaga und Die Dorfschullehrerin wendet die Autorin sich mit ihrer Dilogie Helle Tage, dunkle Schuld und Alte Taten, neuer Zorn einem Thema zu, das sie aus menschlicher wie juristischer Sicht schon lange fasziniert: Die Verstrickung der Polizei und Justiz in die verbrecherischen Machenschaften des Nazi-Regimes und die Aufarbeitung nach dem Krieg.

Gelesen von

Elisabeth Günther

Verlag:

argon

Veröffentlicht:

2025

Länge:

12 Std. 28 Min.

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

Audiobook

Barrierefreiheitsinformationen

Keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

2 Kommentare zu „Der Sommer am Ende der Welt (Ungekürzte Lesung)“

Eines vorweg: Fraglos löblich ist das Ansinnen der Autorin, das Elend der Verschickungskinder in den 60er Jahren einer breiten Öffentlichkeit bewusst zu machen. Dieses Thema hat sie offensichtlich auch akribisch aufgearbeitet. Dazu bedient sie sich, wie sie selbst im Nachwort klarstellt, des Genres des "Unterhaltungsromans". Legt man den Maßstab dieser Kategorie an, enttäuscht das Buch jedoch. Um ihr eigentliches Anliegen in Romanform zu verwirklichen, bastelt sie um dessen eher dokumentarische Darstellung eine Handlung, die an Schlichtheit und Vorhersehbarkeit kaum zu überbieten ist: Die vierzigjährige Journalistin Hanna reist zur Vorbereitung einer Reportage zu diesem Thema mit ihrer pubertierenden Tochter Katie nach Borkum. Kaum auf der Insel angekommen, trifft sie auf den Inselarzt Ole, der natürlich wie sie Single ist, blendend aussieht und dessen Augen es ihr sofort angetan haben. Es gehört wenig Fantasie dazu, sich auszumalen, wie sich diese ebenso schlichte wie vorhersehbare Romanze entwickeln wird. Das erinnert eher an schlicht gestrickte Arztromane. Zu allem Überfluss lässt die Autorin auch noch Katie mit dem Sohn der auch sehr hölzern skizzierten Hotelbetreiber anbandeln. Braucht es wirklich so viel Kitsch, um das brisante Thema der Verschickungskinder zu verdeutlichen?

langatmig und vorhersehbar

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