Ein Mord, der Europa erschütterte – und eine Frage, die bis heute nachhallt: Was treibt einen Menschen zur Tat? Im Februar 1936 erschießt der junge jüdische Student David Frankfurter in Davos den NS-F
Ein Mord, der Europa erschütterte – und eine Frage, die bis heute nachhallt: Was treibt einen Menschen zur Tat? Im Februar 1936 erschießt der junge jüdische Student David Frankfurter in Davos den NS-Funktionär Wilhelm Gustloff. Emil Ludwig, einer der bedeutendsten Publizisten seiner Zeit, zeichnet in diesem eindringlichen Werk nicht nur den Weg des Täters nach, sondern entwirft zugleich ein beklemmendes Panorama der frühen Jahre des Nationalsozialismus. Mit psychologischem Feingefühl und politischer Schärfe erzählt Ludwig die Geschichte eines innerlich zerrissenen Menschen, der zwischen Krankheit, Ohnmacht und wachsender Verzweiflung zu einer folgenschweren Entscheidung gelangt. Dabei wird der Mord zur Chiffre für einen größeren Konflikt: den Zusammenstoß von individueller Moral und totalitärer Gewalt. „Der Mord in Davos“ ist mehr als ein Bericht – es ist ein leidenschaftliches Zeitdokument, das die Grenzen von Schuld, Verantwortung und Widerstand auslotet. Eine beklemmend aktuelle Auseinandersetzung mit der Frage, wann aus Gedanken Taten werden.