Kantiges Denken III schließt die Essay-Trilogie ab, eine intellektuelle Abrechnung mit der Moderne, die Kants Philosophie als Werkzeug erprobt. Ist Authentizität ein Mythos der Selbstinszenierung? Wie
Kantiges Denken III schließt die Essay-Trilogie ab, eine intellektuelle Abrechnung mit der Moderne, die Kants Philosophie als Werkzeug erprobt. Ist Authentizität ein Mythos der Selbstinszenierung? Wie steht es um eine Gesellschaft, die ihre Grundlagen aufzehrt? Was sind Kants Sophismen, was verrät das Liegestuhl-Experiment? Und was hat das Ehegattensplitting mit der moralischen Person zu tun? Es ist die Diagnose einer Zeit, die sich selbst nicht versteht – und Kant als denjenigen erkennt, der ein universalisierbares Stoppschild kennt. Kantiges Denken II legte das Werkzeug an: Kants vier Denkfallen sezieren politische und gesellschaftliche Kommunikation, von der Rentendebatte bis zum Tech-Milliardär. Kantiges Denken ICH eröffnete alles: Aufsätze aus den 1980er- und 1990er-Jahren, die heute schärfer wirken denn je. Was steckt hinter gesellschaftlichem Wirtschaften, kantisch gedacht? Wie entsteht Urteilskraft? Welche sine qua non der Moderne übersahen wir? Lindenberg dringt vor, wo Kant selten gelesen wird: Wirtschaftsphilosophie, Bildungstheorie, Organisationslehre. Befund: Kant formulierte den Anfang der Moderne. Eingeholt haben wir ihn vielleicht noch nicht. Kant hat sich übrigens auch mit der Schönheit beschäftigt. Der Satz „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“ widerspricht Kants Lehre: Für ihn ist das Schöne keine subjektive Laune, sondern universell. Urteilskraft. Diese Einsicht reicht weit über Philosophie hinaus – sie floss in den Thriller von Lindenberg "Die 3 Tode des Betrachters" ein, den letzten Band der Trilogie „3 Experimente in Terror“. Was hier als Idee beginnt, endet da als Mord.