Soziale Konflikte in der Ständischen Gesellschaft im Spiegel von Norm und Wirklichkeit

Verena Wirtz

Mittelalter

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Buchbeschreibung zu „Soziale Konflikte in der Ständischen Gesellschaft im Spiegel von Norm und Wirklichkeit“

Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,7, Universität Koblenz-Landau (Geschichte), Veranstaltung: Ständische Gesellschaft und Revolte, Sprache: Deutsch, Abstract:
Soziale Spannungen und Konflikte gelten in allen Gesellschaften als universal und beruhen auf divergierenden Interessen unterschiedlicher sozialer Gruppen. Dieses moderne Selbstverständnis `natürlicher´ Konflikte stimmt jedoch nicht mit dem der traditionalen Gesellschaft überein: „Hauptproblem jeder Analyse sozialer Konflikte in der ständisch geordneten Gesellschaft ist die Tatsache, dass hier die Vorstellungen von legitimen Auseinandersetzungen zwischen gesellschaftlichen Gruppen völlig fehlte.“
Die Legitimität, also die Berechtigung zu sozialen Erhebungen, die Winfried Schulze hier anspricht, widerspricht der frühneuzeitlichen Vorstellung von einer gottgewollten Ordnung, in der jeder Stand seine Aufgaben und Pflichten zu erfüllen hatte. Dennoch waren Revolten, Streiks, Aufstände und ähnliche Erscheinungsformen des sozialen Konflikts im Alltag der ständischen Gesellschaft omnipräsent.
Diesem scheinbaren Dissens zwischen gedachter Ordnung und Realität auf den Grund zu gehen, ist das wesentliche Anliegen dieser Arbeit. Dabei stellt sich vor allem die Frage, inwiefern Norm und Wirklichkeit im Spiegel sozialer Konflikte divergierten und welche Bedeutung dies für die Charakteristika der ständischen Gesellschaft im Wandel zur Moderne hatte. Die Untersuchung sozialer Normen und Werte als mehr oder weniger verbindliche, allgemein geltende Vorschriften für menschliches Handeln, gestaltet sich in Anbetracht der Tatsache, dass diese zumeist nur in den Köpfen der Menschen existieren, als methodische Herausforderung. Allerdings bestimmten sie stets Haltung und Verhalten der Handelnden, sodass sich besonders jene Konflikte zur Untersuchung eignen, die gemeinschaftlich und in überregionalen Formen verliefen. Auf diese Weise lassen sich auch kollektive Einstellungen und Werte ableiten. Als Exempel für Erscheinungsformen dieser Art sollen hier der `Bauernkrieg´ 1524/1525 und die Maschinenstürme in preußischen Städten des frühen 19. Jahrhunderts dienen – vor allem aus der Perspektive der Untertanen im Zwiespalt mit ihren Obrigkeiten auf dem Land und in der Stadt. Allein die Zeitspanne zwischen den ausgewählten Ereignissen lässt erkennen, dass es sich hier nicht um eine methodische Gegenüberstellung zweier, zumindest strukturell kaum vergleichbarer Phänomene handelt. Vielmehr soll die Kontinuität oder Diskontinuität von Werten anhand der Analyse sozialer Konflikte, die häufig Indikatoren gesellschaftlichen Wandels sind, untersucht werden.

Verlag:

GRIN Verlag

Veröffentlicht:

2011

Druckseiten:

ca. 15


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