Eine kritische Betrachtung des Standardwerk-Anspruchs der Dokumentation: „Die RAF – Krieg der Bürgerkinder“

Sebastian Tupikevics

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Beschreibung zu „Eine kritische Betrachtung des Standardwerk-Anspruchs der Dokumentation: „Die RAF – Krieg der Bürgerkinder““

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 1.0, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Historisches Seminar), Veranstaltung: Terror zur besten Sendezeit - Der „Deutsche Herbst“ 1977 in Film und Fernsehen, 30 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die folgende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Dokumentation „Die RAF – Krieg der Bürgerkinder“, welche das erste Mal am 09.09.2007 um 20 Uhr 15 auf dem ARD Gemeinschaftsprogramm Das Erste ausgestrahlt wurde. Der zweite Teil „Die RAF – Der Deutsche Herbst des Terrors“, welcher am darauffolgenden Tag gesendet wurde, wird in dieser Hausarbeit nicht behandelt.
Der Terrorismus-Diskurs ist in den letzten Jahren fast inflationär in den Medien geführt worden. Der Dialog über Täter, Opfer und Mitläufer wurde in den vergangenen Jahren vor allem im Kontext des islamistischen Terrorismus geführt1, sodass Terrorismus oft mit religösen Vorstellungen und anderen Kulturen in Bezug gesetzt wurde. Doch Terrorismus ist kein rein religiöses oder kulturelles Phänomen, sondern immer auch ein politisch motiviertes, welches uns Deutschen aufgrund der Geschichte vertraut ist.
Nun, sieben Jahre nach den Anschlägen des 11. Septembers, richtet sich das Augenmerk der deutschen Berichterstattung zunehmend auf den deutschen Linksterrorismus der 70er Jahre. Katalysatoren für diese Medienaufmerksamkeit gibt es viele. Neben dem 30. Jahrestag der Gründung der RAF2 gab es die Kontroverse um das Gnadengesuch von Christian Klar und die Haftentlassung von Brigitte Mohnhaupt.
Innerhalb der deutschen Berichterstattung spielt die in dieser Arbeit behandelte Dokumentation eine besonders große Rolle, da sie sich aufgrund des Aufwands der Recherche (über zwei Jahre Arbeit), Umfangs der Darstellung (zwei Teile zu je 90 Minuten) und der Resonanz in den Medien (Nominierung für die goldene Kamera) von anderen Produktionen abhebt. Dadurch dass diese Spiegel-TV-Produktion auf dem ARD Gemeinschaftsprogramm Das Erste ausgestrahlt wurde, erhielt sie darüber hinaus einen besonders seriösen Charakter.
Ähnlich dem Buch „Der Baader-Meinhof-Komplex“, welches bereits jetzt als literarisches Standardwerk gilt, soll, so Aust und Büchel, die Dokumentation „Die RAF“ zum filmischen Standardwerk avancieren. In wie weit dies erreicht wird, hinterfragt die folgende Hausarbeit. Dabei soll besonders auf mögliche falsche, monokausale und irreführende Darstellungen eingegangen werden.

Verlag:

GRIN Verlag

Veröffentlicht:

2008

Druckseiten:

ca. 22

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook


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