Georg Büchners „Woyzeck“. Antiheld oder Idol?

Ricarda Fritzsche

Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft

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Buchbeschreibung zu „Georg Büchners „Woyzeck“. Antiheld oder Idol?“

Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Leuphana Universität Lüneburg, Veranstaltung: Von Nietzsche bis Brussig, Sprache: Deutsch, Abstract: Die zentrale Frage dieser Hausarbeit ist, ob der Protagonist Woyzeck in Georg Büchners Drama „Woyzeck“ aus moderner Sicht wirklich ein Antiheld ist, oder ob er doch eher heldenhafte Züge in sich trägt und repräsentiert. Oft wird über die Figur Woyzeck gesagt, dass er ein Opfer der Gesellschaft sei. Doch man könnte es auch so betrachten, dass er sich „geopfert“ hat, indem er viel Leid und Demütigung auf sich nahm, um für seine Frau und sein Kind zu sorgen, und sich dabei nie beklagte. Oftmals wird die Figur Woyzeck von vornherein als klassischer Antiheld verurteilt. Kaum jemand spricht über die Vorzüge des Woyzecks und scheint einen (neuen) Helden in ihm sichtbar machen zu wollen. Aus diesem Grund kann es vielleicht auch von Interesse sein, dieses Bild zu korrigieren, indem sich der Leser dem Protagonisten mit Verständnis und Mitgefühl nähert. Wann und wem ist es schon gelungen eine präzise Grenze zwischen einem mittellosen Taugenichts und einer guten Seele zu ziehen?

Der Schwerpunkt bei der Diskussion um Woyzeck als „Idol“ oder „Versager“ wird auf der Handlung Woyzecks und der Beeinflussung durch sein Umfeld und seine Situation liegen.
Dieses Zentrum ist auch für den heutigen Rezipienten relevant und aktuell, da das Drama in vielen Schulen nach wie vor zur Pflichtlektüre zählt und auch in der Theaterwelt ein immer wieder gespieltes Stück ist. „Woyzeck“ behält stets seine Aktualität, indem die Gegenwart facettenreich beschrieben wird. Büchner spricht zeitlose Probleme, wie Liebe und Eifersucht, Überarbeitung, Selbstzweifel und psychische Schwäche an, die sich im Kern nie ändern werden. Das Drama zeigt Bilder für die Ängste, die die Menschen beherrschen und Woyzecks Leiden ist weder begrenzt noch klar und gelangt nie zu einem Aufstand. Somit ist er ganz auf der Höhe der jetzigen Zeit.

Verlag:

GRIN Verlag

Veröffentlicht:

2016

Druckseiten:

ca. 16


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