Catull, carmen XXIX et LVII, XCIII

Die politischen Invektiven gegen Caesar

Matthias Zein

Klassische Sprachwissenschaft / Literaturwissenschaft

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Buchbeschreibung zu „Catull, carmen XXIX et LVII, XCIII“

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Klassische Philologie - Latinistik - Literatur, Note: 1,3, Universität Potsdam, Sprache: Deutsch, Abstract: Betrachtet man die carmina Catulls, die sich mit Personen und Angelegenheiten des öffentlichen und somit natürlich auch politischen Lebens in Rom auseinandersetzen, so stellt sich unweigerlich die Frage nach dessen politischer Einstellung. Welcher Natur war sie oder war der Dichter ein gänzlich apolitischer Mensch?
Dass Catull eine politische Position vertreten hat, steht wohl außer Frage. So meinte schon Syndikus: „Die Gesellschaft in der Hauptstadt, in der und mit der Catull lebte, war alles andere als ein apolitischer Raum; ohne in die Stürme der Politik hineingezogen zu werden, konnte man in dem brodelnden Hexenkessel jener Jahre wohl nur dann leben, wenn man sich wie Lukrez in den bergenden Schutz der epikureischen Philosophie geflüchtet hatte.“
Nun wird diese politische Position hier zu beurteilen und vor allem einzustufen sein. Inwieweit sind die Angriffe – denn nichts anderes sind die meisten der Gedichte politischen Inhalts bei Catull – persönlich motiviert, wie weit greifen sie in das politische Tagesgeschehen ein und welches sind ihre eigentlichen Adressaten?
Ob und wie weit Catull in seinen Gedichten Opposition zu Caesar bezieht, ist sicher ein ausschlaggebender Punkt, um seine Einstellung zu verstehen. Denn eine oppositionelle Position zu Caesar im Zusammenhang mit den Anspielungen auf dessen Schwiegersohn Pompeius würde eine klare Frontstellung gegen das Dreimännerbündnis und somit die tagespolitischen Begebenheiten bedeuten. Hier kann und soll vor allem c. 29 und dessen Analyse Aufschluss bringen. Sicherlich müssen für eine genauere Interpretation die weiteren carmina herangezogen werden, die sich an Caesar richten. Im Zusammenhang ist hier auch gründlich das Verhältnis Catull-Mamurra-Caesar zu betrachten, so dass die weiteren Gedichte, deren Adressaten Mamurra und Caesar sind, zum Verständnis beitragen können.
Gerade an diesem Verhältnis und dessen Interpretation lässt sich einschätzen, wie sich Catulls Invektiven erklären: Ob nun als dezidierte Erklärung gegen die herrschenden politischen Verhältnisse oder als aus persönlichen Feindschaften veranlasste Angriffe gegen Politiker.

Verlag:

GRIN Verlag

Veröffentlicht:

2010

Druckseiten:

ca. 14


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