Die Machtergreifung Dareios I.

Hintergründe und Ablauf einer Usurpation und ihrer Geschichtsfälschung

Altertum

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Buchbeschreibung zu „Die Machtergreifung Dareios I.“

Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Altertum, Note: 1,00, Philipps-Universität Marburg (Seminar für Alte Geschichte), Veranstaltung: Das Reich der Achaimeniden, Sprache: Deutsch, Abstract: Als Dareios I. die Macht im persischen Reich egriff, war dieses noch sehr jung. Seine
Begründung als erstes Weltreich der Geschichte erfolgte im wesentlichen durch Kyros II.
Dieser war zunächst nur Nachfolger der Könige von Anschan, wie er auf der berühmten
Bauinschrift aus Babylon, dem Kyros-Zylinder, berichtet. Kyros nennt in seiner Ahnenreihe
seinen Vaters Kambyses, seinen Großvaters Kyros und den Urgroßvater Teispes, der in der
ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts über Anschan regierte. Anschan gilt als „die
altorientalische Bezeichnung des Zentrums des östlichen Teils des elamischen Reiches auf
dem südwestiranischen Hochland“, ein Gebiet also, das fast „deckungsgleich ist mit der
Gegend, die die Perser später mit ihrem Namen belegen und Parsa (griech. Persis) nennen.“1
Die Bezeichnung der Gegend stammt von der gleichnamigen Stadt, die schon im 23.
Jahrhundert v. Chr. in einem akkadischen Text erwähnt wird und in den 1970er Jahren
archäologisch mit Tal-i Malyan identifiziert wurde.2
Kyros II. erweiterte die Grenzen dieses vergleichsweise kleinen Herrschaftsgebietes in den
Jahren seiner Regierungszeit3 erheblich und schuf so das bis 330 bestehende persische Reich
(„der Achaimeniden“4), das erst durch Alexander zerschlagen werden sollte. Die
Eroberungen des Kyros umfassten medisches5 und urartäisches Gebiet, er besiegte den
lydischen König Kroisos und brachte ganz Kleinasien unter seine Kontrolle, danach
Babylonien, um schließlich im Osten des Reiches Baktrien, Gandhara, Sogdien und
Choresmien zu unterwerfen.
Nach Kyros’ Tod 529 folgte ihm sein Sohn als König Kambyses II. nach. Ihm sollte nur eine
siebenjährige Regierungszeit beschieden sein, da er frühzeitig verstarb. Auch Kambyses
gelang während seiner Herrschaft eine Erweiterung des Reichsgebietes: Er eroberte 525
Ägypten.

==
1 J. Wiesehöfer, Das antike Persien. Von 550 v. Chr. Bis 650 n. Chr., Düsseldorf / Zürich 2005, 20.
2 J. Hansmann, Encyclopaedia Iranica s.v. Anshan, 1985.
3 Etwa von 559 bis 529 v. Chr. Soweit nicht anders vermerkt, bedeuten im Folgenden alle Jahreszahlen
„v. Chr.“.
4 Zu dieser Zeit mit größter Wahrscheinlichkeit eine anachronistische Bezeichnung, da erst Dareios die
Ahnenreihe der „Achaimeniden“ einführte. Näheres unter VI.
5 Ein „Medisches Reiches“, wie es Herodot (I,95-106) beschreibt, hat es sehr wahrscheinlich niemals
gegeben. Vgl. H. Sancisi-Weerdenburg, Was there ever a Median Empire?, in: AchHist 3, 1988, 197-212.

Verlag:

GRIN Verlag

Veröffentlicht:

2011

Druckseiten:

ca. 36


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