Die Frage nach Zerbins Liebesfähigkeit - Der Widerspruch zwischen Liebe und Autonomie in Jabob Lenz' "Zerbin und die neuere Philosophie"

Inga Rottinghaus

Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft

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Buchbeschreibung zu „Die Frage nach Zerbins Liebesfähigkeit - Der Widerspruch zwischen Liebe und Autonomie in Jabob Lenz' "Zerbin und die neuere Philosophie"“

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Germanistik), Veranstaltung: Kindsmord inder Literatur, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung
Die Frage, die ich mir beim Lesen der Erzählung „Zerbin oder die neuere Philosophie“ von Jakob Lenz durchgehend gestellt habe, ist, ob Zerbin überhaupt fähig ist zu lieben.
Die unerwiderte Liebe Renatchens stürzt ihn in ein tiefes Loch voller Selbstmitleid. Doch zeugt sein großes Leiden wirklich von tief empfundener Liebe? Wie kommt es, dass er trotz der tief empfundenen Trauer so schnell wieder starke Gefühle empfinden kann. Ist seine Liebe also unecht, und wenn ja, ist er sich dessen überhaupt bewusst?
In der Begegnung mit Marie entsteht der Eindruck, dass er Renatchen nicht wirklich geliebt haben kann. Jedenfalls nicht so, wie er jetzt Marie liebt. Sie erscheint als rettender Engel in seiner Not. Allerdings nicht lange, denn ein Wandel folgt, der mehr als Alleingang Zerbins gewertet werden kann und keinerlei Rücksicht auf Marie nimmt. Die rücksichtslose Konsequenz, mit der er seine neue Erkenntnis durchboxt, zwingt zu ersten Zweifeln an seinen Gefühlen für Marie. Auch ihre Verhaftung beobachtet er teilnahmslos und erst ihr Opfertod rüttelt ihn wach. Er wirft sein gesamtes Autonomie-Ideal über den Haufen, denn sein Stolz hat ihn indirekt zum Mörder gemacht. War es also sein Stolz, der einfach größer war als seine Liebe, oder schließt dieser Stolz Liebe von vorneherein aus?
Eine strikte Trennung von Autonomie- und Liebes-Ideal half zwar bei der Bearbeitung der Fragestellung, jedoch sind beide Aspekte zu sehr verknüpft, um sie wirklich trennen zu können. Eine chronologische Vorgehensweise entlang der Erzählung bietet sich also an.
Ein erster Bearbeitungsteil umfasst Zerbins Leben, bis er auf Renatchen trifft und ist beherrscht von seinem Autonomie-Ideal. Ein zweiter Abschnitt handelt von seiner Begegnung mit Renatchen und Hortensie, bei dem Zerbins Liebes-Ideal im Vordergrund steht.
Der dritte Teil widmet sich seiner Begegnung und dem Erleben mit Marie. Ein vierter und letzter Teil skizziert noch einmal kurz Zerbins Entwicklung durch das Stück, und versucht mithilfe der zuvor gewonnenen Erkenntnisse die Frage nach seiner Liebensfähigkeit zu beantworten.

Verlag:

GRIN Verlag

Veröffentlicht:

2008

Druckseiten:

ca. 13


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