Sind die "Gudrunlieder" des "Codex Regius" eine Quellengrundlage der "Kudrun"?

Feli Zaucker

Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft

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Buchbeschreibung zu „Sind die "Gudrunlieder" des "Codex Regius" eine Quellengrundlage der "Kudrun"?“

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 2.0, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Germanistik), Sprache: Deutsch, Abstract: Die folgende Arbeit wird sich mit der Analyse des mittelhochdeutschen Heldenepos
„Kudrun“ befassen, genauer mit einer potentiellen Quelle, die der unbekannte
Verfasser für seinen Text verwendet haben könnte. Bei dieser handelt es sich um die
„Gudrunlieder“ der „Lieder-Edda“, auch „Codex Regius“ genannt, eine
Liedersammlung, von welcher der Autor ebenfalls nicht bekannt ist. Durch die
vergleichende Analyse verschiedener Motive, die in beiden Texten vorhanden sind,
soll herausgearbeitet werden, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Verfasser
der „Kudrun“ die mögliche Quelle als Grundlage für sein Heldenepos verwendet hat.
Die „Kudrun“ besteht aus drei genealogisch miteinander verbundenen Teilen, die
jeweils eine eigene in sich geschlossene Geschichte im Handlungszusammenhang
darstellen. Sie werden „Hagenteil“, „Hildeteil“ und „Kudrunteil“ genannt, von welchen
nur letzterer Analysegegenstand dieser Arbeit ist. Auch für die Sagengeschichte der
einzelnen Partien gilt eine Gliederung in drei Teile, da jede einzelne ihren eigenen
Ursprung hat. Im Falle der Hagen- und Hildesage steht ein selbständiger Ursprung
des Stoffes fest, da Quellen existieren, die genau den darin verarbeiteten Stoff
belegen.
Für den Stoff des Kudrunteils hingegen existiert keine bezeugte Quelle, die den
eigenen Ursprung einer „Kudrunsage“ nachweist. Daher ist sich die Forschung
bislang noch nicht sicher, ob überhaupt eine selbstständige Entstehung des im
dritten Teil der „Kudrun“ verarbeiteten Stoffes existiert, und dieser nicht erst durch
den mittelhochdeutschen Dichter geschaffen wurde. Da jedoch reichlich potentielles
Quellenmaterial vorhanden ist, das zumindest in Ansätzen auf den Kudrunstoff
hinweist, bislang jedoch nur oberflächlich analysiert wurde, kann ein eigener
Ursprung nicht ausgeschlossen werden.1
Im Folgenden wird demnach zunächst die allgemeine Quellensituation der „Kudrun“
dargestellt. Danach wird eine knappe Skizzierung der vorhandenen potentiellen
Quellen stattfinden. Im Anschluss folgt die genaue Analyse eines speziellen
Zeugnisses der vorhandenen Quelle, der „Gudrunlieder“ aus der „Lieder-Edda“. Die
Textstellen der Lieder, welche als Quellengrundlage in Frage kommen, werden detailliert untersucht, sodass schließlich die herausgefilterten Motive mit den
dazugehörigen in der „Kudrun“ verglichen werden können. Das Hauptaugenmerk
wird auf die jeweilige Verwendung der Motive gerichtet: In welchem Figurenkontext
werden diese verwendet? [...]

Verlag:

GRIN Verlag

Veröffentlicht:

2009

Druckseiten:

ca. 26


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