Der beste Tag meines Lebens

Roman

Ashley Miller Zack Stentz

Amerika Aus dem Leben

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Beschreibung zu „Der beste Tag meines Lebens“

Colin ist nicht wie andere Jungen in seinem Alter. Er hat das Asperger-Syndrom und trägt stets sein Notizbuch bei sich, das ihm hilft, sich in der Welt zurechtzufinden. Als einer seiner Mitschüler eines Verbrechens beschuldigt wird, macht Colin sich mit seinem unbestechlichen Blick auf andere Menschen daran, den Fall aufzuklären.

Verlag:

Droemer eBook

Veröffentlicht:

2012

Druckseiten:

ca. 146

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook


5 Kommentare zu „Der beste Tag meines Lebens“

unwies – 28.12.2014
Ein erfrischend anderer Krimi, der mir ganz neue Perspektiven gezeigt hat.

maio04 – 18.09.2014
Mal sehen wann die Fortsetzung folgt. Weiter ermitteln!

tinabina – 10.02.2013
Sehr faszinierende spannende Geschichte die einen sehr guten Einblick in das Erleben von Menschen mit Asperger Syndrom liefert!!

kasiajest@gmx.de – 10.02.2013
"Mein Name ist Colin Fischer. Ich bin 14 Jahre alt und wiege 55 Kilogramm. Heute ist mein erster Tag an der Highschool. Bis zum Schulabschluss liegen noch 1365 Tage vor mir. Colin presste sein kostbares Notizbuch mit den Eselsohren an die Brust. Es hatte schon bessere Tage gesehen, obwohl er es sorgsam hütete. Der rote Einband war verblichen, die Spiralbindung aus Metall löste sich langsam, aber sicher auf, und die Löcher im Karton waren vom vielen Öffen und Schließen ausgefranst. Das Notizbuch wurde von Colin auf seine Art und Weise - unasugesprochen, aber demonstrativ - geliebt." Dieses Notizbuch ermöglicht Colin sich in der Welt zu orientieren. Den Colin hat das Asperger-Syndrom. ""Asperger-Syndrom." Mr. Turrentine betonte die Wörter langsam, aber korrekt. Bei den meisten Leuten hörte es sich eher wie "Ass-Burger" an. (Dieser Arsch-Burger war ein unerschöpflicher Quell der Erheiterung für Colins kleinen Bruder- und Danny bevorzugter Spitzname für Colin, bis seine Mutter es ihm verbot), doch Mr. Turrentine sprach das S eher summend aus und entsprach damit ganz dem österreichischen Ursprung dieser Bezeichnung. "Was zum Teufel soll das denn sein?" "Es handelt sich um ein neurologisches Leiden, vergleichbar dem Autismus", erklärte Colin geduldig. "Entdeckt wurde es von dem österreichischen Kinderarzt Hans Asperger 1943 in Wien, doch als anerkannte Diagnose gilt es erst seit ..." "Autismus", unterbrach Mr. Turrentine ihn. "Du meinst wie Rain Man? Du siehst mir aber gar nicht wie Rain Man aus. Bist du ein Rain Man, Fischer?" "Meine Diagnose lautet, dass ich sehr gut funktioniere, doch ich habe nur schwach ausgeprägte soziale Fähigkeiten und Probleme mit der Zuordnung von Sinneseindrücken, was zu ernsten Defiziten im Bereich der körperlichen Koordination führt."" In dem Notizbuch befinden sich unter anderem Zeichnungen von verschiedenen Gesichtsausdrücke, an denen sich Colin orientiert, welche Gefühlsregung sein Gegenüber zeigt. Und er notiert sich seine verschiedenen Beobachtungen und täglichen Erlebnisse darin. "Sandy Ryan unterhält Liebesbeziehung zu Eddie. Wahrscheinlich als Folge von Brustwachstum und Hervortreten sekundärer Geschlechtsmerkmale. Weiter ermitteln." Die Kapitel fangen kursiv mit Colins Gedanken an. Hier bekommen wir eine Einsicht in Faktenwissen wie "Das Gefangenendilemma, den Kuleschow-Effekt, Primatenverhalten, Befragung von Augenzeugen, Panzerkreuzer Potemkin. "Der Kuleschow-Effekt Meine Eltern sagen, es sei schwer zu erraten, was ich gerade denke, weil ich meistens ein absolut neutrales Gesicht mache. Dabei tue ich das nicht mit Absicht. Ich bin einfach so. Mein Vater scherzt darüber und meint, ich ließe mir nicht in die Karten schauen, aber das stimmt nicht. Mein Gesicht hat einfach diesen Ausdruck, egal ob ich Karten oder irgendetwas anderes spiele. Die absolut leere Miene ist übrigens der am schwersten zu deutende Gesichtsausdruck. Das bewies vor fast hundert Jahren ein russischer Regisseur. Nach der Revolution von 1917 war Filmmaterial in Moskau schwer zu bekommen, also experimentierten die Filmemacher mit vorhandenen Versatzstücken. Einer von ihnen tat Folgendes, um zu beweisen, wie sich durch den entsprechenden Zusammenschnitt menschliche Gefühle manipulieren lassen. Als Erstes filmte er einen Schauspieler, den er angewisen hatte, ein vollkommen neutrales Gesicht zu machen.Als der Regisseur die Aufnahme eines Brathuhns darauf folgen ließ, meinte das Publikum: "Man sieht, wie hungrig dieser Mann ist." Ersetzte er das Huhn durch einen Sarg, glaubten die Zuschauer, der Mann sei traurig gewesen. Zeigte er aber stattdessen eine schöne Frau, lasen die Leute von seinem Gesicht ab, wie sich der Darsteller förmlich nach seiner Geliebten verzehrte. Dieses Phänomen heißt seither nach dem Regisseur, der das Experiment durchführte, Kuleschow-Effekt. Der beweist, dass man, ohne den Zusammenhang zu kennen, niemals wissen kann, was ein ausdrucksloses Gesicht bedeutet." Daraufhin folgt Colins Geschichte. In der er zum Detektiv wird und über sich hinauswächst. "Das Autorenteam Ashley Edward Miller & Zack Stentz arbeiten schon seit Jahren sehr erfolgreich zusammen. Zuletzt haben sie die Drehbücher für die Kinofilme Thor und X-Men: Erste Entscheidung verfasst und waren als Schreiber und Produzenten an der Hitserie Fringe beteiligt. Der beste Tag meines Lebens ist ihr erster Roman." Quelle: Skoobe. Und der Schluss lässt darauf deuten, dass es nicht ihr letzter Roman über Colin Fischer gewesen ist. Weiter ermitteln.

lesequeen – 07.02.2013
Eindrucksvolle und gut nachvollziehbare Erzählung aus der Sicht des Hauptprotagonisten. Leider zum Schluss etwas zu schnell in der Auflösung und Beendigung des Romans. Dennoch sehr empfehlenswert.

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